Stromausfall: Was Sie zuerst prüfen sollten
Ein Stromausfall kommt meist plötzlich. Eben läuft noch alles normal und kurze Zeit später gehen Licht, Geräte und Steckdosen nicht mehr. In vielen Fällen ist der Stromausfall schnell wieder vorbei. Nicht immer steckt aber gleich ein großes Problem im Stromnetz dahinter. Gerade im Alltag liegt die Ursache manchmal deutlich näher.
Oft lohnt es sich bei einem Stromausfall zuerst, die eigene Stromversorgung zu prüfen. Denn nicht immer ist gleich ein ganzer Straßenzug betroffen. Manchmal liegt das Problem an einer Sicherung, an einem Anschluss, an einer Steckdosenleiste oder an einem Kabel.
Ist es wirklich ein Stromausfall?
Wenn plötzlich kein Strom mehr da ist, sollten Sie zuerst prüfen, wie groß das Problem überhaupt ist. Funktioniert nur ein einzelnes Gerät nicht mehr, liegt die Ursache oft nicht am Stromnetz. Dann kann es genauso gut am Stecker, am Kabel oder am Anschluss liegen. Ist nur ein Raum betroffen, kann eine Sicherung ausgelöst haben. Haben auch Nachbarn keinen Strom, spricht vieles für einen echten Stromausfall.
Gerade dieser erste Schritt ist wichtig. Viele denken bei einem Stromausfall sofort an einen größeren Ausfall im Netz.
Lokale Stromausfälle können oft binnen Minuten bis etwa zwei Stunden behoben werden. Ein langanhaltender und großflächiger Ausfall von mehr als 24 Stunden wäre, dagegen ein Blackout und deutlich schwerwiegender.
Was sollten Sie bei einem Stromausfall zuerst prüfen?

Bei einem Stromausfall helfen oft schon wenige einfache Kontrollen. Genau das spart Zeit und macht die Fehlersuche leichter.
Prüfen Sie bei einem Stromausfall zuerst diese Punkte:
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Funktioniert nur ein Gerät nicht mehr?
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Ist nur ein Raum betroffen?
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Ist die ganze Wohnung oder das ganze Haus ohne Strom?
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Wurde eine Sicherung ausgelöst?
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Ist der FI-Schalter herausgesprungen?
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Sitzt der Stecker richtig in der Steckdose?
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Ist eine Mehrfachsteckdose ausgeschaltet oder überlastet?
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Haben Nachbarn ebenfalls keinen Strom?
Wann können Kabel oder Anschlüsse die Ursache sein?
Nicht jeder Stromausfall ist tatsächlich ein Stromausfall im ganzen Haus oder im Wohngebiet. Gerade wenn nur einzelne Geräte oder einzelne Steckdosen betroffen sind, sollten Kabel und Anschlüsse mit geprüft werden. Ein lockerer Stecker, ein beschädigtes Verlängerungskabel oder eine schlechte Verbindung können ebenfalls dazu führen, dass plötzlich nichts mehr funktioniert.
Das gilt vor allem dort, wo Kabel im Alltag stärker beansprucht werden. In der Werkstatt, im Keller, im Homeoffice oder in der Garage werden Leitungen oft gebogen, gezogen oder ungünstig verlegt. Dazu kommt, dass Mehrfachsteckdosen und Verlängerungen oft dauerhaft in Nutzung sind. Genau hier entstehen Fehler, die später wie ein Stromausfall wirken können.
Gerade deshalb lohnt sich bei einem Stromausfall ein genauer Blick auf Kabel, Stecker und Anschlüsse. Nicht immer liegt das Problem beim Netzbetreiber. Manchmal steckt die Ursache direkt an der eigenen Stromverbindung.
Welche Folgen kann ein längerer Stromausfall haben?

Ein längerer Stromausfall hat deutlich mehr Folgen als nur dunkle Räume. Laut Bezirksamt Pankow kann ein langanhaltender Stromausfall dazu führen, dass Licht, Kühlung und Heizung ausfallen. Hinzu kommen Probleme bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, vor allem in Hochhäusern. Auch Tankstellen, Geldautomaten und der elektronische Zahlungsverkehr können betroffen sein. Festnetz und Mobilfunk können bereits nach zwei bis vier Stunden ausfallen. Außerdem kann es zu Ausfällen bei Ampeln und im schienengebundenen Nahverkehr kommen.
Gerade diese Folgen zeigen, warum man einen längeren Stromausfall nicht unterschätzen sollte. Ein kurzer Stromausfall ist meist nur ärgerlich. Ein längerer Stromausfall betrifft dagegen schnell viele Bereiche des Alltags. Genau deshalb ist es sinnvoll, nicht erst im Ernstfall über Vorbereitung nachzudenken.
Was tun bei einem längeren Stromausfall?
Wenn nicht nur ein Gerät oder ein einzelner Raum betroffen ist, kann es sich um einen echten Stromausfall handeln. Dann kommt es darauf an, ruhig zu bleiben und unnötige Fehler zu vermeiden. Besteht noch Zugriff auf mobiles Internet oder Telekommunikation, können Sie prüfen, ob die Störung bereits bekannt ist und sich beim Netzbetreiber informieren.
Bei einem längeren Stromausfall sollten Sie:
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Laufende Elektrogeräte möglichst ausschalten.
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Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten.
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Prüfen, ob Nachbarn ebenfalls betroffen sind.
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Sich über verlässliche Quellen informieren.
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Radio, Batterien oder Taschenlampe griffbereit haben.
Ein langanhaltender und großflächiger Stromausfall wird unter anderem als Warnung über Radio und TV, Sirenen, Lautsprecherdurchsagen sowie über Warn-Apps wie NINA und KATWARN verbreitet.
Warum sollten Elektrogeräte ausgeschaltet werden?
Experten empfehlen, möglichst alle Geräte auszuschalten, die zu Beginn des Stromausfalls in Benutzung waren. Der Grund ist einfach, wenn die Stromversorgung wieder da ist, kann ein unkontrolliertes Einschalten Schäden verursachen. Gerade bei empfindlichen Geräten ist das ein wichtiger Punkt.
Auch für den Umgang mit dem Kühlschrank gibt es eine klare Empfehlung. Kühlschrank und Kühltruhe sollten möglichst geschlossen bleiben, damit die Kälte im Inneren bleibt und Lebensmittel länger haltbar sind. Gerade bei einem längeren Stromausfall ist das ein einfacher, aber wichtiger Schritt.
Welche Fehler sollten Sie bei einem Stromausfall vermeiden?
Bei einem Stromausfall passieren oft keine komplizierten Fehler, sondern ganz einfache. Viele reagieren zu schnell und prüfen nicht zuerst die naheliegenden Dinge. Genau dadurch wird die Fehlersuche oft unnötig schwer.
Typische Fehler bei einem Stromausfall sind:
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Sicherung und FI-Schalter nicht prüfen.
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Beschädigte Kabel weiterverwenden.
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Lockere Stecker nicht kontrollieren.
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Mehrfachsteckdosen überlasten.
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Geräte sofort wieder alle gleichzeitig einschalten.
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Nur an einen großen Netzausfall denken.
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Die eigene Stromverbindung nicht prüfen.
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Den Notruf wählen, obwohl kein akuter Notfall vorliegt.
Gerade der Punkt mit Kabeln und Anschlüssen ist wichtig. Denn im Alltag wird die Stromverbindung oft erst dann beachtet, wenn plötzlich nichts mehr funktioniert. Genau hier lohnt sich aber ein genauer Blick und die Prüfung von Sicherung und FI-Schaltern.
Was passiert bei einem Blackout?

Ein Blackout ist etwas anderes als ein kurzer Stromausfall. Von einem Blackout spricht man erst bei einem länger andauernden und großflächigen Ausfall von mehr als 24 Stunden. In so einem Fall kann es mehrere Tage dauern, bis alles wieder in Betrieb ist. Für solche Lagen prüft Berlin die Einrichtung von Anlaufstellen, den sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen. Dort sollen lagebezogene Informationen gegeben, Notfallmeldungen aufgenommen und begrenzte Hilfeleistungen angeboten werden. Die Standorte sind mindestens mit mobiler Notstromversorgung, Informationsmedien und BOS-Digitalfunk ausgestattet.





















































































